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Wer Peking im März besucht, erlebt ähnliches kühles Wetter wie in Mitteleuropa. Doch für einen Schwatz an der Straßenecke, einen Tee am Marktplatz oder ein Schachspiel am Busbahnhof ist eigentlich immer Zeit.

Meine Aufnahme ist in Hutong entstanden, einem der traditionellen Gassenviertel Beijings. Seit der Yuan-Dynastie um 1272 verkünden hier der Trommel- und der Glockenturm die Zeitansage im kaiserlichen Beijing. Im Schatten der 48 Meter hohen Türme verbringen die Rikschafahrer Tag für Tag ihre Wartezeit auf Fahrgäste mit dem Schachspiel.

Xiangqi – dieses taktische Brettspiel für zwei Personen wird auch „chinesisches Schach“ genannt. In China ist diese Form des Schachspiels seit dem 9. Jahrhundert verbreitet. Das Spiel eine Ähnlichkeit mit dem europäischen Schach, stellt aber selbst versierte Spieler vor ganz andere Herausforderungen. Gespielt wird auf den Kreuzungspunkten der 10 waagerechten und 9 senkrechten Linien, so dass 90 mögliche Positionen bestehen, ähnlich wie beim Go-Spiel.

Auf die Spielsteine sind chinesisch Schriftzeichen als farbige Ornamente geprägt. Zu den Figuren zählen Streitwagen, Reiter, Minister, Leibwächter und Feldherren. Manchmal wird auf einem edlem Brett aus Rosenholz oder Palisander gespielt, andernorts nur auf einem bedruckten textilen Deckchen, das die Spieler einfach ausrollen, wo gerade eben ein Spielplatz ist.