Waiting for love.
In Memory to Sylvia Plath.
A Framed Video Portrait.
Video (7,5 min. 4k) by Stefan Gärtner (2026). Poem by Sylvia Plath (1951).
Dieses Video Portrait widme ich Sylvia Plath (1932–1963), die zu den bedeutendsten amerikanischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts zählt, aber vielen von uns völlig unbekannt ist.
Ihr Schaffen ist untrennbar mit schweren, chronischen Depressionen verbunden, in denen sie Phasen absoluter Entfremdung und Isolation durchlebte. Nach langem Ringen mit ihren Dämonen wählte sie im Alter von nur 30 Jahren einen tragischen Freitod. Obwohl sich Plath selbst nicht als feministische Aktivistin verstand, prägte sie das emotionale und psychologische Vokabular für viele Frauen der Nachkriegszeit und gilt seitdem als literarische Ikone des Feminismus.
In vielen Werken sezierte Plath offen ihre seelischen Abgründe und den Verlust des Realitätssinns – wie im berühmten autobiografischen Roman „The Bell Jar“. Darin beschreibt sie messerscharf die erdrückenden gesellschaftlichen Erwartungen an junge Frauen der 1950er Jahre, thematisiert den Zwang zu Heirat und Mutterschaft, die eklatante Doppelmoral zur weiblichen Sexualität und das schmerzhafte Gefühl, als Frau intellektuelle oder künstlerische Ambitionen nicht ausleben zu dürfen.
Das Gedicht „Mad Girl’s Love Song“ schrieb Sylvia Plath 1951 während ihrer Studienzeit in Boston. Später verfasste sie über 400 Gedichte und Kurzgeschichten. Für den Sammelband „The Collected Poems“ erhielt sie posthum den Pulitzer-Preis.
In Deutschland erschienen: „Liebesgedichte“ im Insel Verlag (vergriffen) und „Die Glasglocke“ (The Bell Jar) bei Suhrkamp.
Textquellen online u.a.: neuroticpoets.com/ plath/poem/madgirl


